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Domburg.Du Irgendwas.

Domburg. Du undefinierbares Irgendwas. Ein bisschen fühlt es sich an, wie das kleine Kaff im Nachbardorf, das jeder kennt. Weil gefühlt jeder schonmal in Domburg war. Ist aber ja auch praktisch, dass es gerade aus NRW mit dem Auto in einer überschaubaren Autobahnfahrt zu erreichen ist. Vielleicht ist auch der Grund, warum Domburg zum heimlichen und gewollten Schnittpunkt meiner beiden Bildbände wurde. Sowohl in Tage Danach als auch in Band 1 fand es seinen Platz. Ungewollt und ungeplant. Auch irgendwie ohne größeren inhaltlichen Sinn.

Ich weiß, dass meine Eltern mit den Geschwistern meiner Mutter mal ein Haus in Domburg hatten. Aus Erzählungen glaube ich, dass wir dort sehr regelmäßig waren. Aber eigentlich habe ich keine spezifischen Erinnerungen mehr an diese Zeit. Und auch wenn ich das Meer mag und im letzten Buch noch schrieb „Wir sollten öfter ans Meer fahren“. Fühle ich mich den Bergen doch ein bisschen näher.

Trotzdem kam es in den letzten Jahren ein paar Mal vor, dass es mich in verschiedensten Konstellationen in unregelmäßigen Abständen nach Domburg verschlug. Meist, weil in Köln irgendwem die Decke auf den Kopf fiel. Entweder mir, oder Jenny.

Und wenn ich dann so im bewölkten niederländischen Sommer auf der Düne stehe und aufs Meer blicke, während die Strandbriese in meine Jogginghose und durch meinen Mantel zieht, denke ich immer wieder: Wir sollten öfter ans Meer fahren.

Dabei gibt’s dort eigentlich gar nicht so viel besonderes. Außer Wasser, Wind, Sand, Chocomel und Heineken aus der Dose. Bei einem dieser Ausflüge lernte ich übrigens auch, dass die Tankstellen in Holland schon sehr lange keinen Alkohol mehr verkaufen. Fühlte sich unwirklich an und ich hatte das Gefühl ein Zeitreisender zu sein. Ein anderes Mal verbrannte ich 250 Euro in 24 Stunden in der Nähe von Domburg. Das hatte aber weder etwas mit Weed noch Prostitution zu tun. Aber das ist eine andere Geschichte. Auch davon gibt’s Bilder. Einige sogar in „Das Leben und Sterben des BENHAMMER“. Wobei ich bis heute nicht sicher bin, ob wir in unserer kleinen Reisegruppe zu dem Zeitpunkt dem Leben oder dem Sterben näher waren.

Also schließe ich dieses Mal lieber mit ein paar analogen Fotos aus meiner Contax G2. Die sind etwas allgemeinverträglicher. Auch wenn ich gerne sagen würde, sie wurden in Meerwasser entwickelt, war es doch nur das Rossmann-Labor.

Eine Möve vor den Wellenbrechern in Domburg
Wellenbrecher am Meer in Domburg

Veröffentlicht von Ben

Ich bin Ben und ich bin 1990 in Köln geboren. Seit 2015 lebe und arbeite ich als Fotograf und Fotoblogger in Köln. Seit 2016 betreibe ich mein eigenes Fotostudio als Büro, Kreativort und Treffpunkt für Fotografie-Liebhaber. Ich fotografiere Reportagen und Portraits. Überwiegend von Künstlern und Marken. Hinweis: Dieser Blog wird klimaneutral in Deutschland gehostet.

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